Duineser elegien (IMPRESSION A LA DEMANDE)

À propos

WER, wenn ich schriee, horte mich denn aus der Engel Ordnungen? und gesetzt selbst, es nähme einer mich plotzlich ans Herz: ich verginge von seinem stärkeren Dasein. Denn das Schone ist nichts als des Schrecklichen Anfang, den wir noch grade ertragen, und wir bewundern es so, weil es gelassen verschmäht, uns zu zerstoren. Ein jeder Engel ist schrecklich.
Und so verhalt ich mich denn und verschlucke den Lockruf dunkelen Schluchzens. Ach, wen vermogen wir denn zu brauchen? Engel nicht, Menschen nicht, und die findigen Tiere merken es schon, daß wir nicht sehr verläßlich zu Haus sind in der gedeuteten Welt. Es bleibt uns vielleicht irgend ein Baum an dem Abhang, daß wir ihn täglich wiedersähen; es bleibt uns die Straße von gestern und das verzogene Treusein einer Gewohnheit, der es bei uns gefiel, und so blieb sie und ging nicht.
O und die Nacht, die Nacht, wenn der Wind voller Weltraum uns am Angesicht zehrt , wem bliebe sie nicht, die ersehnte, sanft enttäuschende, welche dem einzelnen Herzen mühsam bevorsteht. Ist sie den Liebenden leichter?
Ach, sie verdecken sich nur mit einander ihr Los.
Weißt du's noch nicht? Wirf aus den Armen die Leere zu den Räumen hinzu, die wir atmen; vielleicht daß die Vogel die erweiterte Luft fühlen mit innigerm Flug...


Rayons : Littérature > Romans & Nouvelles


  • Auteur(s)

    Rainer Maria Rilke

  • Éditeur

    Culturea

  • Distributeur

    Sodis

  • Date de parution

    22/11/2022

  • EAN

    9782382747964

  • Disponibilité

    Disponible

  • Nombre de pages

    34 Pages

  • Longueur

    22 cm

  • Largeur

    17 cm

  • Épaisseur

    0.2 cm

  • Poids

    72 g

  • Support principal

    Grand format

Infos supplémentaires : Broché  

Rainer Maria Rilke

Rainer Maria Rilke (1875-1926), écrivain et poète autrichien, est l'auteur d'une œuvre poétique sensible, tourmentée et pétrie de spiritualité. Adulé de son vivant, il reste l'un des plus grands poètes du XXe siècle. Ses dix Lettres à un jeune poète sont publiées à titre posthume, en 1929, trois après sa mort. C'est son premier texte enregistré dans La Bibliothèque des voix ; a suivi récemment la mise en voix par Micha Lescot et Noémie Lvovsky de sa correspondance avec Marina Tsvétaïeva, qui célébrait en lui « la poésie incarnée » ("Est-ce que tu m'aimes encore ?", 2019).

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